Content mit Mehrwert – Der Schlüssel zum nachhaltigen Blog-Erfolg

Content mit Mehrwert – Der Schlüssel zum nachhaltigen Blog-Erfolg

So erstellst du Content mit Mehrwert für deinen nachhaltigen Blog-Erfolg. Ich zeige dir, was wirklich zählt, und verrate dir meine hilfreichsten Tipps.

 

Nicht noch einer, der mit dem „Mehrwert“ um die Ecke kommt!

Ich weiß, du kannst es nicht mehr hören. „Content mit Mehrwert“ ist wohl die am meisten abgenutzte Phrase im Blogging-Business. Und trotzdem, nein gerade deswegen, müssen wir dringend darüber reden! Nicht, weil ich dich quälen will, sondern weil der Mehrwert ein mächtiges Tool ist. Eines der mächtigsten Tools in der Blog-Optimierung und Traffic-Generierung.

 

Mehrwert – Was ist das genau?

Im Grunde ist es einfach: Wenn du mehr bietest als andere, ist dein Beitrag mehr wert für deine Leser als die der anderen. Also: Löse mit deinen Beiträgen ein Problem deiner Leser. Biete deinen Lesern Content, der ihnen hilft. Und schon hast du Content mit Mehrwert, der nachhaltig für dich arbeitet.

Was heißt das jetzt genau? Wo bleibt da der Spaß? Kannst du nicht mehr einfach schreiben, wonach dir der Sinn steht?

Doch!

Es ist ganz einfach. Doch bevor wir tiefer in die Materie eintauchen, müssen wir erstmal sicherstellen, dass wir über das Gleiche reden. Also ziehen wir hier am besten gleich eine ganz klare Grenze! Hand auf’s Herz:

  • Ist dein Blog dein Hobby? Willst du einfach deine Gedanken und Ideen niederschreiben? Ist dir die Zahl deiner Seitenaufrufe unwichtig (Wenn nicht: Warum nicht, wenn doch der erste Fall zutrifft?)? Dann wirst du den nachfolgenden Text nicht brauchen. Lass dich davon nicht verunsichern und have fun!
  • Möchtest du deinen Traffic steigern, deine Leser langfristig binden, neue Leser anziehen und damit deine Reichweite erhöhen? Willst du das Bloggen zu deinem Business machen (egal ob haupt- oder nebenberuflich)? Hast du das Ziel, dich nachhaltig zu positionieren und stetig zu wachsen? Deine Marke zu bilden oder zu stärken? Dann lass mich erklären…

 

Content mit Mehrwert – So einfach geht’s

Mehrwert ist neben deinem „Warum?“ dein mächtigstes Tool in der Content-Erstellung, also pflege ihn gut. Denn schaffst du es, mit deinem Beitrag ein Problem deiner Leser zu lösen, teilen sie deinen Beitrag auch gern. Dabei ist es vollkommen egal, ob du dafür um die Ecke gedacht hast und neue Perspektiven offenbarst, ob du besonders kreativ warst oder eine banale Lösung präsentierst, die wenig bekannt ist. Löst du ein Problem, wirst du dafür mit Besuchern belohnt. Und das fortlaufend.

Wie geht Content mit Mehrwert nun praktisch?

Das einfachste Beispiel für Mehrwert sind Foodblogs. Rezepte (fast) haben immer einen Mehrwert. Sie lösen immer das Problem „Was koche / backe ich heute / zu Weihnachten / zu Ostern / zum Geburtstag / aus Steckrüben / …?“. Beinahe jeder Erwachsene beschäftigt sich mit Rezepten. Und ein Foodblog kann sie liefern.

Auch für DIY-Blogs sieht es nicht schlecht aus, wenn es um Content mit Mehrwert geht. Im Optimalfall bieten sie Lösungen für viele Probleme wie „Geschenkideen finden“, „Möbel bauen“, Deko selber machen“, „(Natur-)Kosmetik selber machen“, „Handarbeit“, „Schmuck basteln“ und und und…

Das soll nicht heißen, dass du dir gleich morgen einen Foodblog oder einen DIY-Blog eröffnen sollst! Mehrwert kannst (und solltest) du in jeden Themenbereich integrieren. Ob du einen Beziehungsratgeber schreibst, Tipps für die Hochzeitsfeier gibst, die neusten Technik-Trends bewertest, über Programmiersprachen schreibst oder über Katzenhaltung – Das Thema ist ganz egal. Solange es genug Menschen gibt, die in diesem Themengebiet regelmäßig Inspiration suchen oder an ihre Grenzen stoßen.

 

So erstellst du Content mit Mehrwert

Kommen wir zum praktischen Teil. Theoretisch musst du also nur in die Rolle des Problemlösers springen. Doch was brauchst du dafür? Was musst du beachten? Wo kannst du anfangen?

 

1. Content mit Mehrwert – Lerne deine Zielgruppe kennen!

Als Erstes: Lerne deine Zielgruppe kennen!

– „Aber die kenne ich doch schon: Weiblich, deutschsprachig, 25-55 Jahre alt.“

Aha. Und nun: Lerne deine Zielgruppe kennen!

Sieh, ich möchte hier keineswegs überheblich klingen. Natürlich kennst du diese Eckdaten, wenn du deinen Blog nicht nur als Hobby betreibst (soll nicht heißen, dass Hobbyblogger sie nicht kennen). Aber ich sage dir was: Sie sagen rein gar nichts über deine Zielgruppe aus.

 

1.1. Personas als Zielgruppendefinition

Kannst du sagen, welche Voraussetzungen deine Zielgruppe mitbringt? Ist sie technisch veranlagt oder kann sie gerade so ihren PC bedienen? Steht sie oft in der Werkstatt oder fragt sie sich bei „Gießharz“, wie sie ein Gebirge verflüssigen soll? Ist sie Mutter/Vater von 3 Kindern oder muss sie nach Feierabend nur für sich selbt kochen? Liebt sie Weihnachten oder fliegt sie im Winter an den Strand, um dem Festessen mit der Familie zu entfliehen? Hat sie zwei linke Hände und möchte trotzdem gerne und viel basteln? Gibt sie frustriert auf, wenn etwas nicht klappt, oder probiert sie neue Wege aus? Was macht sie in ihrer Freizeit?

Ich weiß, es klingt übertrieben, aber du wirst sehen, dass diese Informationen unheimlich nützlich sind, um deiner Zielgruppe genau den Content zu liefern, den sie sehen will. Also bitte bitte bitte: Lerne deine Zielgruppe kennen.

Um all diese Eigenschaften in eine verwertbare Form zu gießen, die dich deinem Ziel „Content mit Mehrwert“ näher bringt, kannst du dich eines einfachen Tools bedienen: Einer Persona.

Eine Persona ist in unserem Fall weder der Verhütungscomputer noch die Zeitarbeitsfirma, sondern eine fiktive Person, die den typischen Anwender deiner Zielgruppe repräsentiert. Sie hat wichtige Eigenschaften deiner Zielgruppe und hilft dir bei der Entscheidung, welche Themen und Schwierigkeitsgrade für deinen Blog besonders gut funktionieren.

Personas werden häufig (leider nicht häufig genug) im Bereich Design und Usability eingesetzt, um Produkte von vornherein so zu planen, dass sie dem zukünftigen Anwender auch wirklich helfen. Das kannst und solltest du für dich nutzen.

So erstellst du eine Persona für deine Zielgruppendefinition

 

2. Content mit Mehrwert – Plane deinen Content!

Plane deinen Content. Damit meine ich nicht, dass du Beiträge schon zwei Monate vor Veröffentlichung schreiben sollst. Oder festlegen, was wann online gehen soll (ok, das auch, aber das spielt hier nur eine untergeordnete Rolle).

Überlege dir vorher, welches Problem deine Persona haben könnte. Welches Thema interessiert sie? Wofür brennt sie? Welche Anlässe werden wann relevant für sie?

Und dann überlege dir, wie du ihr helfen kannst. Was kann sie nachmachen? Was würde ihr Problem lösen?

So recherchierst du die relevanten Themen für deine Zielgruppe.

 

3. Content mit Mehrwert – Schreibe über Dinge, die du beherrschst!

Nun hast du deine Zielgruppe und die Themen, für die sie sich interessiert. Kann es losgehen? Bald. Aber jetzt noch nicht!

Dass du die Interessen deiner zukünftigen Zielgruppe kennst, heißt noch lange nicht, dass du auch Ahnung von jedem davon hast. Bitte, tu dir und deinen Seitenbesuchern den gefallen und schreibe nur über Themen, zu denen du auch wirklich etwas Hilfreiches zu sagen hast (s.o. Mehrwert)!

Das ist erstens gut für deine Positionierung. Viele reden vom sog. Expertenstatus. Das kann ich allerdings nur in Anführungsstrichen so betiteln, denn die Regel ist, dass man mind. 10 Jahre Erfahrung in einem Gebiet braucht, um sich Experte nennen zu können. Also… Schreibe nur über Themen, von denen du Ahnung hast, und erarbeite dir so einen „Expertenstatus“. Damit deine Leser auch gerne wiederkommen, weil ihnen hier geholfen wird.

Zweitens – und hier möchte ich ganz direkt und unmissverständlich reden – finde ich es persönlich eine Unverschämtheit, einfach Themen zu belagern, von denen man keine Ahnung hat, nur damit man bei Trendthemen dabei ist. Ganz ehrlich? Das ist ein Unding! Wer im Internet so oft nach Problemlösungen sucht wie ich, kann es mir nachfühlen.

Gerade im technischen Bereich gibt es öfter mal Grund, die Suchmaschine zu bedienen, um gezielt ein bestimmtes und meist verdammt akutes Problem zu lösen. Manchmal zählt sogar jede Minute. Wenn ich dann erstmal 60 Beiträge durchklicken muss, nur um zu sehen, dass alle das Problem beschreiben, aber die im Titel versprochene Lösung gar nicht bieten (oder durch ihre sog. Lösung mehr Probleme verursachen, weil sie nicht weit genug gedacht haben), dann ist das wirklich nicht lustig.

Deswegen hier noch einmal: Bitte schreib nicht über ein Thema, in dem du Menschen nicht wirklich (!) helfen kannst, nur um auf der großen Trendwelle mitsurfen zu können. Es hilft nicht. Es frustriert. Und es verscheucht deine Leser.

 

4. Content mit Mehrwert – Sorge für Begeisterung

Ok, das ist natürlich leichter gesagt als getan. Und die Wahrheit ist: Du kannst nicht mit jedem Beitrag eine Punktlandung hinlegen!

Je früher du dich von diesem Ziel verabschiedest, desto effizienter wird das Ganze.

Versuche einfach, in deinem Content die Faszination widerzuspiegeln, die du für das Thema hast. Lass deine Leser spüren, dass du für deine Themen brennst. Lass sie fühlen, dass du Ahnung von der Materie hast (oder dich gerne mit ihnen gemeinsam da rein fuchsen möchtest). Und teile Lösungswege, Tipps & Tricks, die nicht schon jeder 1000 Mal auf anderen Seiten gesehen hat. Zeige auch mal neue Perspektiven und Möglichkeiten. Deine Leser werden es dir danken.

 

5. Content mit Mehrwert – Sei ein Original, keine Kopie!

Ja ja, das haben wir alle schon millionenfach gelesen, gehört, gesehen. Nicht kopieren, sondern eigene Ideen umsetzen. So wichtig. Und doch so oft übergangen wie kaum eine Regel.

Tatsächlich sehe ich regelmäßig Blogger, die anderer Blogger Ideen 1:1 nachmachen (und ich meine wirklich 1:1, inkl. Farben, Formen, Material und überhaupt), 1:1 nachfotografieren (Setting, Bildstil, Farben…) und als eigene ausgeben, mit dem Text ihres Opfers – um ein paar Floskeln erweitert.

Ich kenne große Blogger, die Texte von großen Magazinen beinahe 1:1 abschreiben, nur um schnell produzieren zu können. Die Themen haben sie sich natürlich kurz vorher bei den gleichen Magazinen abgeschaut.

Reden wir Tacheles: Ich weiß, an dieser Stelle fühlt sich keiner angesprochen. Aber… BITTE. TU. DAS. NICHT!

Es ist nicht nur der moralische Aspekt, den jeder für sich entscheiden muss. Es ist auch

  • rechtlich kritisch! Je nach Thema, Text und Idee kannst du dich damit strafbar machen (wenn dem Originalbeitrag eine gewisse Schöpfungshöhe zugesprochen wird),
  • schlecht für dein Image! Überleg es dir gut: Möchtest du wirklich als Kopie wahrgenommen werden? Ist das das Image, das dein Blog haben soll? Willst du der/die Unkreative ohne eigene Ideen sein? Der Wiederkäuer der Blogosphäre?
  • in meinen Augen eine nutzlose Überflutung des Internets! Es mag etwas radikal klingen. Aber wer Suchmaschinen so exzessiv verwendet wie ich, wird es sicher verstehen. Einfaches Beispiel: Wenn ich nach Ideen für ein DIY Weihnachtsgeschenk suche, will ich schnell zu einem Ergebnis kommen und am Ende z.B. eine Liste mit kreativen Geschenkideen zum Selbermachen haben. Wenn sich auf der ersten Seite schon 5 mal exakt die gleiche Idee auf unterschiedlichen Seiten auftut, von den restlichen 15 mir 5 nicht gefallen, 5 nicht mein Problem lösen und ich für 4 das nötige Material gar nicht habe, kannst du dir vorstellen, wie groß das Frustpotenzial ist, das solche Copycats erzeugen.

 

6. Content mit Mehrwert – Schreib genau so viel, wie dein Thema braucht!

Im Internet kursieren die wildesten Theorien über die optimale Länge des perfekten Textes. Die Einen halten mindestens 300 Wörter für notwendig, für die Anderen sind 500 Wörter optimal, wiederum Andere können Texte mit unter 1000 (oder warum nicht gleich 10000) Wörtern einfach nicht ernst nehmen.

Und als ob das nicht schon genug Meinungen sind, komme ich mit einer weiteren: Schreibe genau so viel, wie dein Thema braucht!

Denn einen Mehrwert kannt sowohl ein kurzer als auch ein langer Text haben. Und darauf kommt es an! Ich bin ehrlich, meine Texte sind nie unter 300 Wörter lang. Aber die kommen automatisch zustande durch die relevanten Infos und meinem Story Telling. Und es hat auch einen weiteren Grund: Das ist in etwa die Menge, die ich für meine VG-Wort-Zählpixel brauche (Was VG Wort ist und warum du dich dort unbedingt anmelden solltest, erzähle ich dir hier.).

Eine Zeit lang war es für die Suchmaschinenoptimierung angeblich relevant, wie lang ein Text ist. Beiträge unter 300 Wörtern waren ein No-Go! Nun sagen wir so: SEO ist ein unheimlich komplexes Thema. Wenn du gut bist (und das wirst du sein, wenn du meine Kurse belegt hast), kannst du mit kurzen Texten genau so gut ranken wie mit langen. Außerdem ändert Google sowieso ständig seine Vorgaben, und die Textlänge ist mittlerweile irrelevant. Was zählt, ist, dass dein Content hilfreich ist (Diese Aussage wurde mittlerweile auch von Google bestätigt)! Als Richtlinie kann ich dir Folgendes an die Hand geben:

  • Ein langer Rezeptbeitrag mit viel Text vor dem Rezept ist eher suboptimal für die Leser. Wer nach Rezepten sucht, der will was kochen oder backen. Und nicht erstmal 1000 Wörter über deine Kindheit lesen. Hier gilt es, eine sinnvolle Länge zu finden und ggf. um den Rezeptblock herum zu verteilen.
  • Je komplexer das Thema, desto mehr Wörter wirst du brauchen. D.h. aber auch, dass du dir für simple Themen, die schnelle Lösungen bieten, eben keine 500 Wörter aus den Fingern saugen musst.
  • Wenn du zu einem Thema nicht viel zu sagen hast, dann überlege dir, ob du dazu wirklich etwas veröffentlichen musst. Wem soll es was bringen? Stichwort „Content mit Mehrwert“!
  • Heutzutage hat kaum noch jemand die Zeit, sich durch seitenlange Blogtexte zu wühlen. Bevor dein Text zu lang wird, überlege dir, ob einige Zeilen vielleicht doch wieder heraus können und/oder ob es nicht Sinn macht, ihn auf mehrere Beiträge aufzuteilen. So können deine Leser die vielen neuen Informationen häppchenweise verarbeiten.

 

In diesem Sinne… Bis zum nächsten Mal!

Auch irre
Mitgackern? Dann los!

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